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Part II



Schon eine seltsame Situation, dass es auch einmal die ‚perfekte Lea’ erwischte und ein zweites Mal nach einer Frage bitten musste. Ich konnte mir einfach kein Grinsen verkneifen, auch aus dem Grund, da sie sich von mir und unseren Träumen ablenken scheinen lässt. Aber gut, wer lässt sich im Moment schon nicht gerne ablenken? Sechs Jahre Gymnasium werden in weniger als 14 Tagen vorbei sein. Alles scheint immer noch so wie eh und je, aber hat sich nicht in uns allen schon eine sehr starke Gewissheit entwickelt, dass wir im Moment in einer trügerischen Ruhe vor dem Sturm leben? Alle machen sich gerade so viele Gedanken, ob es nun um die Zukunft nach der bestandenen Matura oder die zukünftigen Prüfungen, die uns alle noch erwarten, geht.
„Marie? Are you in your holidays?“, sieht mich nun der Englisch Lehrer fragend an und ich nicke nur grinsend, worauf er mich doch tatsächlich in Ruhe lässt. Er scheint heute einen ganz besonders guten Tag zu haben und so grinse ich kurz zu Leandra neben mir, doch diese scheint ihm wieder aufmerksam zuzuhören. Ich stütze mein Kinn seufzend auf eine Hand und schaue die grünen und blühenden Bäume hinter der anderen Seite des Fensters an. ‚Marie’, genau so wie es unser Lehrer gerade betonte, würde ich wohl auch nur noch ein paar wenige Tage zu hören bekommen, denn so wurde ich von der ganzen Klasse liebevoll genannt.

Ausserdem bin ich gerade erst 19 geworden und trotz des Jahres, das ich älter bin als meine beste Freundin, wohl nur halb so fleissig, wenn meine momentane Arbeitsfaulheit überhaupt das Wort ‚Fleiss’ im Entferntesten Sinne verdient hätte. Meine Vornoten sind zwar nicht schlecht, aber ich beginne mich schon langsam zu fragen, wie ich durch diese Matur kommen soll. Aber tja, wird schon schief gehen. Sonst wird man wohl alle wichtigen Tatsachen und Fakten über mich im Laufe dieser Geschichte erfahren. Das Einzige, was mir noch wichtig erscheint, dass man sich auch ein rechtes Bild von mir machen kann, sind die 08/15 Daten: Ich habe längere, braune Locken und grün-braune Augen, dazu noch ziemlich gross gewachsen, sodass ich bei jedem Besuch von alten Bekannten und Verwandten den Spruch zu hören bekomme ‚so, jetzt kannst du dann mal aber aufhören zu wachsen’, obwohl ich nun schon fast fünf Jahre lang die stattliche Grösse von 1,80 besitze.

Meine Gedanken schweiften nun wieder zu unserem ‚grossen Vorhaben’, in das wir unsere Eltern und Geldbeutel auch noch einweihen werden müssen. Doch bevor ich mich wieder richtig in den Gedanken von endloser Freiheit verlieben kann, ertönen die Akkordfolgen, die andeuten, dass die Stunde zu Ende ist. Ich gähne einmal kräftig, schreibe die Aufgaben der Tafel in meine Agenda, mit dem Wissen, dass ich sie wohl sowieso nicht machen werde und schiele zu meiner fleissigen Biene hinüber. „Na, was meinst du, könntest du auch etwas frische Luft vertragen?“, frage ich sie immer noch halb gähnend und packe erfreut meinen Schulsack, als sie nickt. Auch wenn meine perfekte Freundin nicht raucht, begleitet sie mich doch ab und zu in den Pausen hinaus, damit ich, während dem Einsaugen von Rauch in meine Lungen und dem Reden mit ihr, Dampf über die gerade überstandene Stunde oder Prüfung ablassen kann.
„Was denkst du denn dazu? Glaubst du auch, dass dieses Buch zeigt, dass man sich als Mensch nur sehr schwer aus seiner Routine zwängen kann und auch wenn man es schafft, man zu leicht wieder in den alten Trott gerät?“, schaut sie mich mit grossen fragenden Augen an, während ich mir meine Ziggi anzünde. Erstaunt und gespielt schockiert sehe ich sie an und blase den Rauch hoch über ihr in die Luft: „Aber Leandra, Routinen sparen doch Zeit…“, grinse ich sie an und schüttle dann den Kopf, „um ehrlich zu sein, ich habe das Buch in der Hälfte weggelegt, da es mir zu blöd und langweilig wurde. Erstens habe ich keine Englisch-Matur und zweitens werden wir auf unserer Reise sprechen können müssen und nur sehr wenig lesen“, zwinkere ich nun und beginne wieder zu träumen.
Marianne am 12.5.06 21:41


Part One



Es war ein sonniger Tag gewesen, als meine beste Freundin zu mir ins Schulzimmer gestürmt kam. Auf ihrem Gesicht war eindeutig Freude zu sehen und das niedliche Grübchen neben ihrem Mund, das immer zum Vorschein kam, wenn sie lächelte, war deutlich zu sehen. „Lea, Lea!“, rief sie aufgeregt und kam völlig ausser Atem vor meiner Schulbank zu stehen. Ich war gerade in einen Text vertieft gewesen und hob nun verwundert den Kopf. „Hm, was gibt’s?“, wollte ich von ihr wissen. Daraufhin hielt mir Marianne eine Broschüre unter die Nase. „Das, meine liebe Leandra“, meinte sie grinsend. Ich wich etwas erschrocken zurück und nahm dann die Broschüre an mich und betrachtete sie. Dann hob ich eine Braue. Was sollte denn das? „Wozu eine Broschüre über Weltreisen?“, fragte ich Marie verwirrt. Doch dann viel mir wieder alles ein. Ich war wohl zu sehr in den Text vertieft gewesen. Wir hatten nach dem Schulabschluss auf Reisen gehen wollen. „Ach, entschuldige, ich bin etwas schusselig heute“, entschuldigte ich mich und lächelte verlegen. Dann klappte ich die Broschüre auf und schmökerte ein wenig darin, während ich den Blick meiner besten Freundin auf mir wusste. Während ich las, lehnte ich mich in meinem Stuhl zurück und schlug die Beine übereinander. „Hey, das klingt gut“, sagte sie dann begeistert und mit einem Lächeln auf den Lippen. „Ich find die hier ja am besten“, begann ich, schlug die Broschüre auf einer Seite auf und deutete mit dem Finger auf eines der Reiseangebote. „Was meinst du, Schatzi?“, erkundigte ich mich nach ihrer Meinung und benutzte dabei einer dieser Kosenamen, die in der Schule unter den Mädchen so verbreitet waren. Eigentlich hielt ich nicht viel von ihnen, doch wenn es um Marie ging, machte ich gerne eine Ausnahme, um ihr zu zeigen, dass ich sie auch wirklich liebte. Natürlich im freundschaftlichen Sinne. Schliesslich kannten wir uns schon seit frühster Kindheit und hatten schon viel gemeinsam erlebt.
„Ja, die fand ich auch ganz klasse“, antwortete sie mir schliesslich mit einem verschmitzten Grinsen auf den Lippen und riss mich somit aus meinen Gedanken. „Freut mich, dass wir uns wieder einmal einig sind“, erwiderte ich und stimmte in ihr Grinsen ein. Ja, wir waren eigentlich immer derselben Meinung. Ausser, wenn es um Jungs ging, da waren unsere Geschmäcker verschieden, was auch, meiner Meinung nach ganz gut so war. So konnte sich niemand zwischen uns stellen. „Gut… ähm, übernimmst du das buchen etc.?“, bat ich sie und setzte einen Dackelblick auf. „Na schön, na schön“, gab diese dann nach und grinste mich an. „Weil du es bist“, fügte sie hinzu und zwinkerte dann. Sie nahm die Broschüre wieder an sich und setzte sich dann neben mich, da die Schulglocke nun wieder die Stunde einläutete…

Tja, nun wohl etwas zu mir. Getauft wurde ich auf den Namen Leandra Samara Taylor, ich bin nun 18 Jahre alt und mache in 2 Wochen, meine Matura an einem Gymnasium in Zürich, der grössten Stadt der Schweiz. Was gibt es denn noch über mich zu sagen? Hm, vielleicht etwas Äusserliches. Ich bin 1.75m gross, habe schulterlanges, blondes Haar und blaue Augen. Ich denke weiteres wird man bald rauskriegen… Ich gebe nicht gerne Sachen über mich preis, wenn ich keinen Nutzen darin sehe…
Tja, die Matura rückt immer näher, aber auch die abgemachte Weltreise. Beides macht mich nervös. Bei der Matura ist es ja wohl klar warum, schliesslich ist das ein sehr wichtiger Schritt. Nun aber die Weltreise… tja, da kann sehr viel passieren. Positives wie negatives. Ich hoffe für uns, dass die positive Seite überwiegen wird…

Eine Frage des Lehrers riss mich unsanft aus meinen Gedanken. „Ms Taylor? Please answer my question“, wiederholte er. Ich brauchte einen Moment, um mich zu orientieren. Schule. Englisch. Ich sollte eine Frage beantworten, die ich nicht gehört hatte und wie bitte? Ich bat ihn die Frage zu wiederholen und beantwortete sie dann korrekt, wie ich es immer tat. Danach seufzte ich leise. Sonst war es doch nicht meine Art so abwesend zu sein. Eigentlich passte ich immer auf in der Schule. Wahrscheinlich machte mir die Schule zu schaffen und die Tatsache, dass ich mich wegen dieser von meinem Freund hatte trennen müssen. So war das Leben nun einmal… Aber ich vermisste ihn so sehr, konnte kaum noch lernen deswegen. Doch es war besser so für alle Beteiligten. Vielleicht würden wir ja nach der Matura wieder zusammen kommen...
Leandra am 4.5.06 22:12